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Datum: 14. Mai 2010
Chile: Bachelet hat mit blutigen Händen ihr Amt verlassen.

Bachelet soll für ihre Verdienste um die Menschenrechte geehrt werden – Indigene Vertreter klagen an.
Quelle:http://www.latercera.com/
Übersetzung: Alina

Nachdem bekannt wurde, dass die Universität Pompeu Fabra aus Barcelona die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet mit dem Ehrendoktortitel für ihre Verdienste um die Menschenrechte, Gerechtigkeit und Demokratie ehren will, haben Vertreter von indigenen Organisationen einen offenen Protestbrief geschrieben.

Initiatoren sind unter anderem Alfredo Seguel (MapuExpress) und Sergio Millamán, die in der Mapuche Arbeitsgruppe für Kollektivrechte mitwirken. Außerdem Nicolás Impamo und Mariano Estrada, die die lateinamerikanische Vereinigung des Films und der Kommunikation der indigenen Völker repräsentieren.

In dem Brief weisen sie darauf hin, dass Bachelet „mit blutigen Händen ihr Amt verlassen hat. Außerdem ist sie für mehr als 100 politische Gefangene, systematische Menschenrechtsverletzungen, um die legitimen Rückforderungen von indigenem Land im Keim zu ersticken, verantwortlich. Sie hat die Applikation des Anti- Terror Gesetzes auf die Strafverfahren gegen Mapuche veranlasst und hat damit die Kluft zwischen den Indigenen und dem chilenischen Staat noch vertieft.“

Weiter klagen sie an, dass während ihrer Amtsperiode zwei junge Mapuche
Jaime Mendoza Collio und Matias Catrileo durch Beamte des chilenischen Staates ermordet wurden.

Siehe auch:
http://www.mapuexpress.net/?act=news&id=5564
http://www.upf.edu/universitat/premis/bachelet.html
http://www.nationalia.info/en/news/733