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12. Mai 2013
2. Trawun (Treffen) des Europäischen Koordinierungsnetzwerkes für die Unterstützung der Mapuche (CEAM)
Brüssel, Belgien.

Trawun 2013

Die europäischen Organisationen Comabe (Belgien), die Stiftung FOLIL
(Niederlande), FEWLA (Belgien), GfbV (Deutschland, Koordinationsgruppe Köln/Bonn), GAM(München, Deutschland), Tierra y Libertad para Arauco (Paris, Frankreich),
UNPO (Belgien/Niederlande), die durch Öffentlichkeitsarbeit über die Situation der Mapuche aufklären, ihre Solidarität und Unterstützung mit dem indigenen Volk zeigen, haben sich vom 10. bis 12. Mai in Brüssel zu einem „Trawun“ (Treffen/Versammlung) zusammengefunden.

Dieses Koordinationstreffen wurde durch das Kollektiv FEWLA, mit Unterstützung der Stiftung Folil und dem Kollektiv Alpha organisiert.

Der werken (Sprecher) des Parlaments von KozKoz, Humberto Manquel, reiste aus Wallmapu (südliches Chile) an. Anwesend durch eine Videokonferenz waren außerdem die folgenden Organisationen: Coordinadora General de la CLACPI (Jeannette Paillan), Mapuexpress (Alfredo Seguel), das norwegische Unterstützungs-Komitee der Mapuche (Maria Esperidion), die GfbV-Italien (Olivia Casagrande).

Die Versammlung entstand aus der Notwendigkeit, die Koordination zwischen den genannten Organisationen zu evaluieren und zu verbessern.

Die CEAM lehnt die Megaprojekte ab, die der chilenische Staat und die internationalen Konzerne Endesa-Enel und ENHOL in den Gebieten Neltume und Curarrehue plant und unterstützt den Widerstand der Mapuche-Gemeinden in Wallmapu(Südchile). Ebenso prangert die CEAM die Anwendung des Antiterrorgesetzes gegen die Mapuche an, denn dadurch werden Abkommen und Verträge (z.B. die ILO-Konvention 169) über Menschenrechte und über die Rechte des Kindes verletzt.

Wir verurteilen die gewaltsamen Razzien in den Mapuche-Reservatenund kritisierenmit Nachdruck die Festnahmen der traditionellen indigenen Autoritäten durch staatliche Institutionen. Wir fordern die UNO auf, während der nächsten Sitzungen des Menschenrechtskomitees und des Komitees zur Beseitigung rassischer Diskriminierung eine Interpellationan den chilenischen Staat wegen dieser zahlreichen Verletzungen einzubringen.

Die Mitgliedsorganisationen der CEAM drücken ihren Wunsch aus, koordiniert zusammen zu arbeiten, und dabei die Besonderheiten, die Vielfalt von Visionen und Strategien der einzelnen Organisationen zu berücksichtigen. Die Organisationen unterstreichen, wie wichtig es ist, die Sichtbarkeit des Europäischen Koordinierungsnetzwerkes für die Unterstützung der Mapuche durch gemeinsame Aktionen zu verstärken.

Die CEAM verpflichtet sich:

1. Die Dokumentation, Information und Agenda der Mitgliedsorganisationen zu zentralisieren.

2. Die Zusammenarbeitfür die Berichterstattungund Verbreitung über die Situation der Mapuche zu verstärken.

3. Sich weiterhin für die Rechte der Mapuche bei internationalen Institutionen einzusetzen.

Der Kampf für die Freiheit der Politischen Gefangenen der Mapuche ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit.

Wir fordern ihre sofortige Freilassung.
Unser Kampf geht weiter... Marrichiweu!!

Coordinación en Europa de Apoyo al Pueblo Mapuche (CEAM).
Europäisches Koordinierungsnetzwerk für die Unterstützung der Mapuche (CEAM)