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14. August 2009
Mapuche wollen an Widerstand festhalten.
Der 24-jährige Landbesetzer Fabian Mendoza Collio wurde am Donnerstag von Polizei bei Räumung eines besetzten Landstücks getötet

Jaime Collio

Santiago - In Südchile wollen unterdessen indianische Aktivisten ihren Widerstand gegen die Regierung fortsetzen und weiter um das Land ihrer Vorfahren kämpfen.

Der Tod eines 24-jährigen Landbesetzers werde ihre Entschlossenheit nur noch steigern, sagte am Donnerstag José Santos Millao von der Organisation Ad Mapu.

Der Aktivist gehörte zu einer Gruppe von Mapuche-Indianern, die sich in Collipulli, rund 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile einer Räumungsaktion der Polizei widersetzten.

Nach den tödlichen Schüssen wurde ein nahegelegenes Gebäude mit landwirtschaftlichen Maschinen in Brand gesetzt, wie das Innenministerium mitteilte.

Präsidentin Michelle Bachelet sagte, der Konflikt lasse sich nur im Dialog lösen.
Mit Gewalt schadeten die Indianer nur ihrer eigenen Sache.

Der Minderheit der Mapuche gehören etwa sechs Prozent der 17 Millionen Chilenen an. Ihr Volk widersetzte sich 300 Jahre lang der spanischen Kolonisierung, ehe es schließlich in den Süden Chiles zurückgedrängt wurde. Die meisten Mapuche leben in bitterer Armut.

(APA/AP

http://derstandard.at/fs/1250003542292/
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