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26. Februar 2016
Pressemitteilung
Kundgebung vor dem chilenischen Generalkonsulat in Hamburg
Demo in Hamburg
Am 26. Februar gaben Verteidiger des Flusses Pilmaiken eine Kundgebung am Generalkonsulat der Republik Chile in Hamburg. Die Demonstration soll auf einen ernsten Konflikt zwischen der Mapuche Gemeinde Pilmaiken und den involvierten Unternehmen hinweisen, die den Bau des Wasserkraftwerks Central Hidroeléctrica Osorno im Pilmaiken-Fluss planen, dessen Aktionär der multinationale Energiekonzern Statkraft ist.

Der norwegische Energiekonzern Statkraft plant mit der Zustimmung des chilenischen Staates den Bau eines von insgesamt drei Wasserkraftwerken im Fluss Pilmaiquén, in der Region von Los Lagos. Der Bau der Staudämme bedeutet nicht nur die Vertreibung der Mapuche von ihrem angestammten Gebiet, sondern hat als unmittelbare Folge die Überschwemmung von einer heiligen Stätte dieses Volkes und damit auch die unwiederbringliche Zerstörung eines bedeutendsten Bestandteils ihrer Kultur.

Der chilenische Staat hat gegen den Widerstand der Anwohner mit polizeilicher Gewalt geantwortet. Die Repression beschränkt sich aber nicht nur gegen die Aktivisten von Pilmaiken, sondern auch gegen Journalisten, die über diesen Konflikt kritisch berichten. So wurde der unabhängige Fotograf Felipe Durán bei einer Razzia am 22. September 2015 verhaftet und des Waffenbesitzes und der aktiven Teilnahme am Widerstand der Mapuche bezichtigt. Die Staatsanwaltschaft hat bis heute seinem Verteidiger die vollständige Einsicht in die Anklageakte verwehrt. Wir sehen in dieser Verhaftung eine willkürliche Maßnahme eines kritischen Journalisten seitens eines demokratischen Staates, der sich der Rechtstaatlichkeit und dem Schutz der Menschen- und Bürgerrechte, durch die Unterzeichnung von etlichen internationalen Abkommen, verpflichtet hat.

Mit dieser Aktion wollen wir auf die Repression, der groben
Menschenrechtsverletzungen gegen die Gemeinde von Pilmaiken, der Missachtung der Konvention 169 des ILO-Übereinkommens und den Angriff auf die Pressefreiheit im Süden Chiles aufmerksam machen und dem chilenischen Konsul einen Protestbrief überreichen,
der an die Präsidentin der Nation, Frau Michelle Bachellet, adressiert ist.

Die Kundgebung fand um 10:00 Uhr vor dem Haupteingang des chilenischen
Generalkonsulats im Hirschgraben 30, 22089 Hamburg statt.

Red Internacional en Defensa del Pueblo Mapuche
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