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22 october 2010
Episode: Sebastian Piñera in Berlin.
Situation der Mapuche in Chile

Viele Medien haben in den vergangenen Wochen über das Schicksal der Bergarbeiter in Chile immer aktuell informiert.

Mapuche online radio:
http://radio.mapuche.nl/audio/1_169.m3u

http://radio.mapuche.nl/

Der chilenische Präsident Sebastian Piñera hat durch die intensive Suche nach den Bergleuten deutlich an Zustimmung unter den Chilenen gewonnen. Eine Meldung jedoch, die in den vergangenen Monaten immer lediglich am Rande diskutiert wurde, waren die Proteste der indigenen Gemeinschaften in Chile, der Mapuche. Die Mapuche sind eine Minderheit in Chile, die immerhin über 800.000 Personen umfasst.

Bereits seit Generationen leben die Mapuche auf dem Gebiet südlich des Bío Bío Flusses. Doch das Land ist wertvoll und wird deshalb vom chilenischen Staat als zukunftsträchtige Ressource betrachtet. Die Mapuche werden in Chile willkürlich behandelt und sind von Repressionen durch Polizei und Militär betroffen.

Dies dokumentieren regelmäßige Vorkommnisse, die von unabhängigen Medien in Chile immer wieder öffentlich gemacht werden. Genau zum Zeitpunkt der 200 Jahr Feiern der Unabhängigkeit Chiles sind 34 Mapuche in einen Hungerstreik getreten, der mehr als 80 Tage anhielt. Sie alle sind in chilenischen Gefängnissen nach dem Terrorismusgesetzt inhaftiert, das noch vom chilenischen Diktatur Pinbochet ausgestellt wurde.

Nachdem der Präsident Sebastian Piñera wie seine Amtsvorgänger versucht hat den vehementen Hungerstreik zu ignorieren, hat er nun Dialogbereitschaft signalisiert.

Er nahm die Anwendung des Terrorismusgesetzes für die inhaftierten Mapuche zurück. Ein Teilerfolg, immerhin. Nun ist Sebastian Piñera seit gestern für drei Tage in Berlin zu Gast. Und dieser Besuch wird nicht nur von Staatsempfängen und öffentlichen Auftritten begleitet. Er ist auch Anlass für Proteste anlässlich der prekären Situation der Minderheiten in Chile. Zwei Mahnwachen am morgigen Tage wurden von der Gesellschaft für Bedrohte Völker organisiert.

Gestern abend fand eine Kundgebung vor der Humboldtuniversität in Berlin statt. Denn in einem der Vorlesungssäle hiel Piniera eine Rede über die Zukunft Chiles.

Nur für geladene Gäste. Das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. hat die Kundgebung vor der Humboldtuniversität organisiert. Fernando war vor Ort und ich begrüße ihn nun am Telefon.

Quelle: http://podster.de/view/733